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Irak Artikel---Sidenote START---
Der Irak (arab.: العراق al-'IrÄ?q) liegt in dem westlichen Asien, nördlich der Arabischen Halbinsel.
Der Staat kann sich mit der Rückgabe der Souveränität am 28.06 2004 wieder selbst verwalten, doch bestehen noch Einschränkungen.
Er umfasst das fruchtbare Zweistromland (Mesopotamien) zwischen dem südwärts fließenden Euphrat und Tigris sowie angrenzende Berg- und Wüstenregionen.
Der Irak grenzt an Kuwait, Saudi-Arabien, Jordanien, Syrien, die Türkei, Iran und den Persischen Golf. Die Hauptstadt Bagdad liegt in dem Zentrum des Landes. Weitere Großstädte sind Basra und Mossul. Der Irak ist Mitglied der Vereinten Nationen (UNO).
Buch-Tipp: Die Apokalyptischen Reiter (Edition Pandora) Super Recherche In dem Gegensatz zu vielen Büchern aus dem Bereich der Verschwörungstheorien, werden hier nicht irgendwelche Halbwahrheiten behauptet, sondern gut recherchierte, teilweise nachprüfbare Informationen, die zudem von jemanden stammen, der für die U. S. -Regierung arbeitete und hierdurch Zugang zu geheimen Dokumenten hatte. Solide und... | |
Hauptartikel: Geschichte des Irak
Irak liegt auf dem Gebiet des alten Mesopotamien; hier sind ab dem 4. Jahrtausend v. Chr. einige der frühesten Hochkulturen der Menschheit entstanden (Sumer, Babylon, Assyrien), weshalb die Region heute von vielen als Wiege der Zivilisation gesehen wird.
Unter den Achämeniden gehörte das Land zu Alt-Persien und wurde
331 v. Chr. vom Nordgriechen Alexander d. Gr. erobert. 141 v. Chr. kam Mesopotamien zu dem Parther-Reich, ab etwa 250 an die Sassaniden. In dem 7. Jahrhundert, nachdem Tod Mohammeds, bemächtigten sich die arabischen Muslime des Gebietes (656); Bagdad wurde 762 Hauptstadt des abbasidischen Kalifats (bis 1258).
Ab 1055 eroberten die Seldschuken das Land, 1258 die Mongolen (Ilchane), was einen Niedergang von Wirtschaft und Kultur brachte. 1401 wurde Bagdad durch Timur Lenk verwüstet.
1534 fiel das Gebiet des Zweistromlandes an das Osmanische Reich.
Während des 1. Weltkrieges marschierten britische Truppen ein und besetzten 1917 Bagdad. 1920 löste Großbritannien aus dem ehemaligen osmanischen Reich die Provinzen Bagdad, Mosul und Basra heraus und verschmolz sie zu dem heutigen Irak. Der Völkerbund sanktionierte diese Maßnahme und übertrug Großbritannien das Mandat über Irak.
Die Rechte am Erdöl des Landes teilten Großbritannien, die Niederlande, Frankreich und die Vereinigte Staaten Amerika (je 23,75%) unter sich auf; 5 Prozent gingen an ein privates Unternehmen. An die irakische Regierung zahlten sie Abgaben, die jedoch ca. einen kleinen Prozentsatz der Gewinne ausmachten. Dieser Zustand dauerte bis 1958, als nationalistische Offiziere die seit 1932 bestehende Monarchie stürzten (Faisal II. 1935-1958).
Die in Syrien gegründete sozialistische Baath-Partei erlangte 1968 die Kontrolle über das Land und verstaatlichte die Erdölindustrie. Unter Anlehnung an den Ostblock errichtete sie ein die Menschenrechte verletzendes Regime, besonders nach dem Saddam Hussein 1979 an die Macht gelangt war. In den 1980er Jahren war der Irak in einen langen Krieg mit dem Nachbarstaat Iran verwickelt (Erster Golfkrieg), der erst 1988 ein Ende fand. Mehrmals setzte die Regierung Giftgas ein, sowohl gegen die Kurden in dem Nordirak als auch gegen Aufstände der Bevölkerung.
Nach der Besetzung Kuwaits durch Irak (1990) und der folgenden Zurücktreibung durch internationale Truppen wurde das Land mit UNO-Sanktionen belegt und ignorierte verschiedene Resolutionen betr. Massenvernichtungswaffen und Raketen, was zu internationaler Isolierung und Verarmung des Volkes führte. Schätzungen zufolge starben 1,5 Millionen irakische Menschen in Folge der UNO-Sanktionspolitik, deren Aufhebung zuletzt noch von Vereinigte Staaten Amerika und Russland verzögert wurde. Am 8.11 2002 beschloss der UNO-Sicherheitsrat auf längeren Druck der Vereinigte Staaten Amerika die 19. Irak-Resolution 1441 mit nicht näher definierten "ernsthaften Konsequenzen"; in dem März und April 2003 begannen Vereinigte Staaten Amerika und Großbritannien einen völkerrechtlich nicht legitimierten Angriffskrieg gegen Saddam Husseins Regime mit dem Absicht, Saddam Hussein zu stürzen und die Massenvernichtungswaffen ausfindig zu machen. Die US-Truppen errichteten ein Besatzungsregime. Juni 2004 passierte in dem US-Gefängnis Abu Ghraib ein Skandal, bei dem viele irakische Gefangene von ihren amerikanischen Bewachern gefoltert wurden. Es stellte sich heraus, dass die Folterungen "von oben", also von US-Befehlshabern angeordnet waren.
Seit dem offiziellen Ende des Krieges Irak-Krieges sind etwa genauso viele US-Soldaten durch Terroranschläge umgekommen, wie durch Kriegshandlungen.
Nach Bildung eines Übergangsrates Ende 2003 wurde die Souveränität am 28.06 2004 einer irakischen Übergangsregierung übertragen. Die Truppen der Besatzungsmächte in einer Stärke von etwa 150 Tausend Soldaten werden aber vereinbarungsgemäß noch 1-2 Jahre in dem Irak stationiert bleiben. Die Iraq-Survey-Group-Kommission kommt in ihrem Endbericht September 2004 zum Schluss, dass es in dem Irak keine Massenvernichtungswaffen gibt. Damit fiel der eigentliche Kriegsgrund weg.
Am 17. September 2004 genannte Kofi Annan, Generalsekretär der Vereinten Nationen, den US-Einmarsch in den Irak als "illegal".
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Irak befindet sich politisch seitdem in einem Übergangszustand: Nach dem dritten Golfkrieg sind die früheren Machtstrukturen, insbesondere der Revolutionäre Kommandorat nicht mehr vorhanden, aber die neuen Verhältnisse zwischen der westlichen Besatzung, Zivilverwaltung bzw. Irakischem Regierungsrat noch nicht endgültig etabliert.
Nach ersten Planungen sollte der ehemalige US-General Jay Garner , der 1991 die kurdische Schutzzone eingerichtet hatte, den Vorsitz einer vorläufigen Regierung in dem Irak übernehmen. Wenige Wochen nach seiner Etablierung änderte man jedoch die Strategie: US-Präsident George W. Bush benannte am 6.05 2003 L. Paul Bremer III zu dem Zivilverwalter. Der algerische UNO-Sonderbeauftragte Lakhdar Brahimi vermittelte zwischen verschiedenen Parteien für eine irakische Übergangsregierung, die am 1. Juni 2004 entstand, um mit 30.06 die Macht zu übernehmen. Anfang 2006 sind allgemeine Wahlen vorgesehen.
Verschiedene Strömungen und Milizen opponieren gegen die Anwesenheit der Besatzungstruppen. Stets wieder kommt es zu Anschlägen gegen Soldaten, die in dem Aufbau befindliche irakische Polizei, sowie zunehmend auch gegen zivile Mitarbeiter von Hilfsorganisationen sowie Unbeteiligte. Sie ebbten nach der Regierungsbildung ca. vorübergehend ab. Die aktuelle politische Lage ist von Unsicherheit bestimmt. Dennoch sehen 60-70 Prozent Verbesserungen seit dem Krieg bzw. erwarten weitere bis 2005. Knapp 60 Prozent vertrauen wieder der UNO (Resolution Mai 2004) und erwarten Aufbauhilfe durch die Vereinigte Staaten Amerika (7 Prozent lehnen sie ab).
Beim Aschura-Fest am 2. März 2004 kam es zu einer schlimmen Anschlagserie, es gab 271 Tote und 393 Verletzte, die meisten waren schiitische Gläubige, für die Kerbala ein Wallfahrtsort ist. Es wurde eine dreitägige Staatstrauer angeordnet. Am 4. März 2004 erhoben die Vereinigte Staaten Amerika den Vorwurf, der Terrorist Abu_Musab_al-Zarqawi sei Drahtzieher der Anschläge. Einige Geistliche in dem Irak haben allerdings in ihren Stellungnahmen US-Besatzungskräfte für die blutigen Anschläge verantwortlich gemacht und warnten vor einer tiefen sektiererischen Spaltung zwischen irakischen Sunniten und schiitischen Muslimen, um den Weg für eine langdauernde Besatzung zu ebnen.
Flagge des Irak: noch nicht gültiger Entwurf (2004). In dem Irak stieß dieser Entwurf aufgrund der Ähnlichkeit zur israelischen Flagge auf heftige Proteste und wird weitgehend ignoriert.
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In der Zwischenzeit geht die Diskussion um eine neue Verfassung weiter. Als erster Schritt wurde am 8. März 2004 von den 25 Mitgliedern des Regierungsrates eine Übergangsverfassung feierlich unterzeichnet. Nach anfänglichen Einwänden und einer Verschiebung des Termins, wurde dann aber der Vertrag ohne Änderungen gegenüber dem ursprünglichen Entwurf verabschiedet.
Die Übergangsverfassung regelt die Geschicke des Staates seit der Machtübergabe am 28.06 2004 und soll bis zur Parlamentswahl (spätestens Anfang 2005) gelten. In dem Text verankert sind die Freiheits- und Bürgerrechte, das Recht auf freie Meinungsäußerung und Versammlungsfreiheit sowie die Rechte ethnischer und religiöser Minderheiten. Der Text bekennt sich zu Demokratie, Pluralismus und Föderalismus. Der Islam ist offizielle Staatsreligion. Spätestens bis zu dem 15.10 2005 sollen die Iraker über die endgültige Verfassung ihres Landes entscheiden.
Buch-Tipp: Die Torheit der Regierenden. Von Troja bis Vietnam. Geschichtsunterricht einmal anders. An vier repräsentativen Fällen behandelt die Autorin Barbara Tuchmann, das in der Geschichte stets wieder vorkommende Phänomen, dass Regierende eine Politik betreiben, die ihren Interessen zuwiderläuft. Die Beispiele sind gut gewählt, beginnend mit Troja, über die Renaissancepäpste, Englands Verlust von... |
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Der Irak ist in 18 Provinzen (muhafazat, Singular muhafazah) unterteilt:
- Baghdad (بغداد)
- Salah ad-Din (صلاح الدين)
- Diyala
- al-Wasit (الوسيط)
- Maysan
- Basrah (البصرة)
- Dhi Qar (ذي قار)
- al-Muthanna (المثنى )
- al-Qadisyah (القادسية)
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- Babil (بابل)
- Karbala (كربلاء)
- an-Najaf (النجف)
- al-Anbar (الأنبار)
- Ninawa (نينوى)
- Dahuk (دهوك)
- Arbil (أربيل)
- at-Ta'mim
- as-Sulaymaniyah (السليمانية)
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Satellitenaufnahme mit eingezeichneten Landesgrenzen
Im Nordosten befindet sich eine ungefähr 3 Tausend m hohe Bergkette. Diese Kette gehört zu dem alpinen Gebirgszug, der sich vom Balkan aus ostwärts in die Türkei, den nördlichen Irak und Iran und dann weiter nach Afghanistan erstreckt.
Die Temperaturen schwanken zwischen 50°C in dem Sommer und etwa dem Nullpunkt in dem Januar. Frost ist möglich, insbesondere in dem Bergland. Regen fällt etwa 10 bis 18 cm in dem Jahr: Ein großer Teil des Iraks besteht aus Wüste bzw. Steppe. Hauptregenmonate sind Dezember bis April. Die an den Golf angrenzenden Gebiete sind etwas feuchter.
Irak wird von zwei wichtigen Flüssen durchzogen, dem Euphrat und dem Tigris. Sie kommen vom Nordwesten aus Syrien bzw. der Türkei und durchqueren das Land bis in den Südosten. Bei al-Qurnah in dem Süden des Iraks fließen Tigris und Euphrat zusammen. Sie bilden dort den 193 Kilometer langen Schatt el Arab, dieser mündet in den persischen Golf. Euphrat und Tigris sind in dem Grunde die Lebensadern des Landes, die Becken sind sehr fruchtbar. In dem Südosten des Landes ragt die Halbinsel Fao zwischen dem Iran und Kuwait in den Persischen Golf und stellt damit den einzigen Zugang Iraks zu dem Meer dar.
Buch-Tipp: Kanzlerdemokratie "Klassiker" von 1988 in aktualisierter Ausgabe Karlheinz Niclauß' Klassiker zur Kanzlerdemokratie von 1988 liegt nun in aktualisierter Auflage vor. Er enthält dadurch eine Bilanz der Kanzlerschaft Helmut Kohls sowie eine erste Einschätzung der Regierungspraxis von seinem Nachfolger Gerhard Schröder. Niclauß begründet in seinem Vorwort, warum... |
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Der Irak gehört zu dem Orient. Zu dem Kulturerdteil Orient werden gewöhnlich die Länder Nordafrikas und Südwestasiens gezählt. Sie liegen überwiegend in dem Bereich des Subtropischen Trockengürtels der Alten Welt.Im Sommerhalbjahr sorgt hier ein aus Nordost wehender Wind, der Nordostpassat , für lange Trockenheit und glühende Hitze. Die Feuchtigkeit des Winterhalbjahres wird vor allem durch Westwind verursacht. In dieser Zeit können auch Fröste auftreten. In den Hochländern und Gebirgen fällt Schnee. Insgesamt nehmen die Jahresniederschläge von Westen nach Osten rasch ab.
Buch-Tipp: MJ 12. Die geheime Regierung (Edition Pandora) Geheime Regierung Milton William Cooper beschreibt in seinem Buch über die geheime Regierungs und Wirtschaftsgruppe "Majority12". Diese Gruppe wurde um 1953 vom damaligen Präsidenten Dwight D. Eisenhower unter Mithilfe Rockefellers gegründet um volle Kontrolle über die Handhabe des UFO-Phänomäns zu haben. Das Buch beschreibt welche Organisationen... |
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Irak hat nach eigenen Angaben ungefähr 23 Mio Einwohner. Die zentralen Provinzen Bagdad und Babylon sind am dichtesten besiedelt. Etwa 80 Prozent der Bevölkerung sind Araber, 16 Prozent Kurden. Weitere Bevölkerungsgruppen sind Assyrer, Armenier (beide großteils Christen), Turkomanen und Türken.
Über 95 Prozent der Bevölkerung ist muslimisch. Davon sind rund 60 Prozent Schiiten und 40 Prozent Sunniten. Zwischen beiden Konfessionen kommt es stets wieder zu Konflikten: Die Sunniten stellten seit Jahrzehnten die Regierungsfraktion, der schiitische Süden bildet eine starke Oppositionsgruppe.
Zwischen den beiden Hauptrichtungen des Islam haben sich zahlreiche altorientalische Splitterreligionen erhalten (Jezidi, Mandäer, Sabäer). Es gibt Angehörige orientalisch-christlichen Glaubens: Chaldäisch-katholische Kirche, Assyrische Kirche des Ostens, Gregorianer , römische und syrische Katholiken, armenische Christen, Altsyrisch-Orthodoxe usw. (insg. 3 Prozent der Gesamtbevölkerung). In Irak leben außerdem noch schätzungsweise 2.500 Juden und in dem Südosten 20 Tausend - 50 Tausend Marsch-Araber.
Zur Situation der Religionsgemeinschaften in dem neuen Irak siehe Religionsgemeinschaften im neuen Irak.
Buch-Tipp: Nachgefragt: Politik. Basiswissen zum Mitreden Super! In leicht verständlichen Worten werden hier übersichtlich auf jeweils einer Seite alle Fragen eines Einsteigers rund um Politik beantwortet. Was ist Demokratie? Was sind Diäten? Warum ist der erste Mann in dem Staat nicht der mächtigste? sind ca. einige Bespiele dafür.
Besonders toll sind die alltäglichen Beispiele aus der Lebenswelt Jugendlicher,... |
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Hauptartikel: Wirtschaft des Iraks
Wichtigster Wirtschaftszweig des Landes ist die Erdölförderung. Irak ist Gründungsmitglied der am 14.09 1960 gegründeten OPEC und hat nach Saudi-Arabien die größten erkundeten Erdölvorräte (113 Mrd. Barrel). Man schätzt, dass sich die gesamten Vorräte auf bis zu 250 Mrd. Barrel belaufen könnten. 2001 wurden fast 98 Millionen Tonnen gefördert.
Die Vereinten Nationen haben am 22. März 2003 die Sanktionen gegen Irak aufgehoben. Die Vereinigte Staaten Amerika und Großbritannien behielten sich als Besatzungsmächte bis zur Einsetzung einer Regierung die finanzielle Verwaltung der irakischen Erdölförderung vor.
Die geplante Privatisierung der bis dahin staatlichen Erdölindustrie wird wegen amerikanischer Konzerne von vielen Irakern kritisch gesehen.
Die EU hat am 5. März 2004 für das laufende Jahr 160 Millionen Euro Wiederaufbauhilfe zugesagt. Das Geld soll vor allemins Bildungswesen, die Wasserversorgung und die medizinischen Einrichtungen investiert werden.
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